Eine Exkursion in Zeiten der Pandemie?

Foto mit Exkursionsteilnehmern
Nach langer Diskussion endlich richtig platziert (Foto : Nico Herrmann)

« Diese Woche war reich an Erfahrungen und Begegnungen und hat mir auch geholfen, mental aus der negativen Stimmung der Pandemie herauszukommen. Ich war sehr glücklich, Teil dieser Gruppe zu sein, und freue mich, dass sich zwischen uns starke Bindungen entwickelt haben. » -Johanna

Eine Exkursion in Zeiten der Pandemie? Es war ein gewisses Risiko, das wir eingingen, als wir beschlossen, trotz der unberechenbaren Pandemie eine Exkursion zu planen. Aber die Corona-Lage in Frankreich hatte sich etwas entspannt, Beschränkungen waren aufgehoben worden, so dass wir es wagen konnten. Wir sind uns einig, dass diese Studienreise nach Rennes eine unvergessliche Woche war, die sich voll und ganz gelohnt hat.

Foto mit Exkursionsteilnehmern

Unserer Exkursion ging im Wintersemester 2021/22 ein gemeinsamer deutsch-französischer Landeskundekurs für Frankoromanistinnen und  Frankoromanisten der FAU und Germanistinnen und Germanisten der Universität Rennes 2 voraus. Dieser online bzw. hybrid veranstaltete Projektkurs wurde in Erlangen organisiert vom Institut für Romanistik (Prof. Dr. A. Keilhauer) in Verbindung mit der französischen Abteilung des Sprachenzentrums (Dr. C. Petersilka, J. Nairaince) und finanziell unterstützt von dem DAAD-geförderten Projekt « FAU Lehramt international ». In Rennes stemmten die Organisation Dr. Isabelle Ruiz (Stellvertretende Leiterin des Deutsch-Departements) und die DAAD-Lektorin Pia Jesionowski. Erstere ruft derzeit zusammen mit Prof. Keilhauer einen Doppeldiplom-Studiengang Rennes 2 – FAU ins Leben.

Der Kurs wurde von Julien Nairaince und Pia Jesionowski (DAAD-Lektorin, Rennes 2) gehalten, die den Studierenden eine Vielfalt an landeskundlichen Themen zur Auswahl stellten. Anhand der Kursinhalte (deutsch-französische Freundschaft, das Bildungssystem in Frankreich und Deutschland, die Symbole der bayerischen und bretonischen Kultur, der Kolonialismus) konzipierten Julien Nairaince und Pamina Griesenhofer (studentische Hilfskraft des Projektes) das Programm der Studienreise in die Bretagne, die vom 13.03.2022 bis zum 20.03.2022 stattfand und von der finanziellen Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) und der Stadt Erlangen (Büro für internationale Beziehungen und Städtepartnerschaften) profitieren konnte.

Der Montag startete mit einem Escape Game. Dolly Ramella – Doktorantin der Didaktik der Fremdsprachen – leitete gemeinsam mit anderen Studierenden aus dem Master Didactique FLE (Français langue étrangère) das Escape Game an. Mit gemeinsamem Mittagessen in der Kantine von Rennes 2 wurden wir gleich zu Beginn in den universitären Alltag integriert und begaben uns anschließend auf eine Rallye durch die Altstadt von Rennes. Die Führung ließ uns die Hauptstadt der Bretagne durch die Augen von Gleichaltrigen betrachten, und wir lernten die Stadt auf eine authentische und besondere Weise kennen. Wir schlossen Rennes sofort ins Herz, und die Vorfreude auf die kommenden Tage in der warmherzigen Universitätsstadt war groß.

Neben einem Besuch des Lycée Jean Macé, einer Hospitation an Madame Jesionowskis Kurs an Rennes 2 und einem Vortrag von Madame Ruiz über das Lehramtsstudium in Frankreich besuchten wir das Musée de Bretagne, besichtigten Nantes und wurden im Rathaus von Rennes empfangen, dessen prunkvolle Architektur uns sehr beeindruckte. Das CEFA (Centre Franco-Allemand) unterstützte uns ebenfalls in vielerlei Hinsicht und organisierte neben einem Empfang am Freitagvormittag einen Vortrag sowie die Vorführung des Films Les leçons persanes.

Selbst am freien Samstag trennte sich unsere Gruppe nicht und wir fuhren nach Saint Malo, um ein wenig Meerluft zu schnuppern.

« Diese Reise war eine einzigartige Erfahrung für mein ganzes Leben. Sie war von Anfang bis Ende gut organisiert, die Teilnehmer/-innen waren freundlich zueinander und jeder hatte eine Menge Spaß. Während unserer Exkursion lernten wir die französische Küche, die Geschichte der Bretagne und die Gebäude von Rennes kennen. Wir vertieften auch unsere Französischkenntnisse und trieben viel Sport, indem wir den ganzen Tag zu Fuß unterwegs waren. Die Aktivitäten, die wir mit unseren französischen Partnern machten, gaben dem Aufenthalt die besondere Würze. » – Sieghard

Und dieser schöne Film ist aus der Exkursion entstanden.