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Prof. Dr. Silke Jansen

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Bismarckstr. 1, D-91054 Erlangen
Raum: C6A1
Tel.: 09131 / 85-29366
Fax: 09131 / 85-22076
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Prüfungsberechtigung

BA, MA, Staatsexamen in französischer und spanischer Sprachwissenschaft

 

Studium der Romanistik (Französisch, Spanisch) und Allgemeinen Sprachwissenschaft an den Universitäten Münster und Rennes (Frankreich).
Promotion 2004 in Münster.
Forschungs- und Arbeitsaufenthalte in Mexiko, Spanien und der Dominikanischen Republik.
2005 Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Romanische Sprachwissenschaft an der Universität Erlangen.
2005-2009 Hochschuldozentin für Didaktik der Romanischen Sprachen, Literaturen und Kulturen an der TU Dresden.
2009-2013 Juniorprofessorin an der JGU Mainz.
Seit April 2013 Professorin für Romanische Sprachwissenschaft an der FAU Erlangen.

  • Sprache und Sprachkontakte in der kolonialen Karibik
  • Mehrsprachigkeit und Sprachvariation in Migrationskontexten
  • Sprachideologien

  • Internationale wissenschaftliche Veranstaltung: "Zwischen Mobilitäten und Grenzziehungen: Bildung und Bildungspolitiken im karibischen Raum" in Erlangen vom 12.03.2021 - 14.03.2021

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 12. März 2021 - 14. März 2021
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Verbale Gewalt gegen Flüchtlinge und Migrant*innen in Institutionen

    (FAU Funds)

    Laufzeit: 1. April 2019 - 31. März 2021

    In diesem Projekt liegt der Schwerpunkt auf verborgene Formen von Ausgrenzung und symbolischer Gewalt im institutionellen Umfeld gegenüber Migrantinnen und Migranten. Ziel des Projekts ist, diese Form der Gewalt sichtbar zu machen und aus den gewonnenen Erkenntnissen ein umfassendes Modell zur Integration von Migranten in neuen soziokulturellen Umgebungen zu entwickeln.

  • Demystifying multilingualism

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 21. September 2017 - 20. September 2018
    Mittelgeber: Volkswagen Stiftung

    Within the last hundred years, cognitive psychologists’views on bilingualism have changed diametrically. In the first half of the 20thcentury, there was a general agreement that growing up with two languages leadsto mental confusion and retardation. Researchers from the late 20th and early21st century, however, have claimed that bilingualism provides the brain withextra training, which enhances cognitive performance and health. This reversalwas paralleled by a general ideological shift in Western societies, from themonolingual nation-state model to the celebration of bilingualism undermulticultural and neoliberal ideologies. In fact, the very countries thatdeveloped into strongholds of research into bilingualism and cognition atdifferent moments in time were precisely those where bilingualism has been apolitically contested issue. Analyzing scientific publications as pieces ofmetalinguistic discourse, we argue that the way how psychologists haveinterpreted their data and construed explanatory models is tacitly based oncommonly held beliefs on language and its role in society, and closelyentangled with different actors’ interests. Scientific practice does not existin a vacuum but emerges from social and cultural experience in tune with thezeitgeist and overarching political atmosphere.

  • Histoire naturelle des Indes

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: seit 1. September 2017
    Mittelgeber: Stiftungen

    Die Histoire naturelle des Indes (Drake-Manuskript)– ein bisher ungehobener Schatz der Sprachgeschichte der Karibik 

    Im Jahre 1983 vermachte die Buchsammlerin Clara S. Peck derNew Yorker Morgan Library ein außergewöhnliches Werk: Eine reich bebilderte Handschriftin französischer Sprache, die auf 125 Tafeln ein Porträt der Flora, Fauna undindigenen Kulturen Amerikas um 1600 liefert. Das Dokument kann alsFaksimile-Ausgabe auf der Website der Bibliothek konsultiert werden (vgl. http://www.themorgan.org/collection/Histoire-Naturelle-des-Indes).

    Über den Autor (oder möglicherweise die Autoren) desDokuments ist nichts bekannt, ebensowenig wie über die Umstände seinerEntstehung. Die zweimalige Erwähnung des englischen Korsaren Francis Drake, dieTatsache, dass praktisch alle im Text erwähnten Ortsnamen entweder auf derRoute von Drake’s Weltumsegelung (1577-1580) oder seiner zweiten Kaperfahrt indie Karibik (1585/86) liegen, sowie eine Passage, in der der Verfasser sich zuder Überlegenheit des Christengottes gegenüber den indigenen Dämonen äußertlegen nahe, dass die Handschrift von einem oder mehreren französischenHugenotten stammt, die Drake auf seinen Fahrten begleiteten und/oder in engemKontakt zu Drakes Weggefährten standen. Einige Formulierungen im Text weisendarauf hin, dass dieser zumindest teilweise in Frankreich entstanden ist. Dader Autor jedoch tiefgreifende Kenntnisse der indigenen Kulturen insbesondereim Karibischen Raum besaß und auch mit den Institutionen, der Ökonomie undLebensweise der spanischen Kolonialgesellschaft vertraut war, ist anzunehmen,dass er zumindest eine Zeitlang im hispanoamerikanischen Raum gelebt hat.

    Das Dokument kann daher in mehrfacher Hinsicht alsemblematisch für die Geschichte der Sprach- und Kulturkontakte in der Karibikgelten: Es illustriert am Beispiel einer individuellen Sprachbiographie dieRolle der spanischen Sprache und Kultur für die Akkulturationsprozesse in derkolonialen Karibik, spiegelt gleichzeitig aber auch die Interaktion zwischenverschiedenen europäischen und indigenen Sprachen bei der Herausbildung desKolonialfranzösischen wider. Darüber hinaus enthält es sogar wichtigeInformationen über die Entwicklung des Spanischen in Amerika, insbesondere denErwerb der spanischen Sprache unter Indigenen.

    Die Histoire naturelledes Indes hat noch längst nicht alle ihre Geheimnisse preisgegeben. ImRahmen unseres Projektes entsteht eine buchstabengetreue Transkription der Handschrift,die für eine weitere sprachwissenschaftliche, aber auch historische,ethnobotanische oder anthropologische Erforschung des Textes unerlässlichist.  Durch die Untersuchung dialektalerund soziolektaler Besonderheiten und möglicher Einflüsse aus andereneuropäischen sowie indigenen Sprachen sollen neue Erkenntnisse über diesprachliche Entwicklung des karibischen Raums und Hypothesen zu denEntstehungsbedingungen (insbesondere Ort und Verfasser) des Manuskriptsgewonnen werden.

  • Sprachliche Praktiken der Raumkonstruktion in einem transnationalen Kontext: Soziale Differenzierung und Agency in den "bateyes" der Dominikanischen Republik.

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. September 2016 - 31. August 2024
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Sachbeihilfe (EIN-SBH)
  • Mehrsprachigkeit und Migration

    (Projekt aus Eigenmitteln)

    Laufzeit: seit 1. Januar 2016
  • DAAD P.R.I.M.E. (Postdoctoral Researchers International Mobility Experience): The history of languages in constant interaction: the case of the long‐time bilingualism between Romance vernaculars and Romance‐based creoles

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. Oktober 2014 - 31. März 2016
    Mittelgeber: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
  • Lateinamerika als Übersetzungsraum

    (Projekt aus Eigenmitteln)

    Laufzeit: seit 1. Februar 2011

    Die koloniale Situation hat den Umgang Lateinamerikas mit den europäischen Kulturen entscheidend geprägt; sie hat ein kulturelles Gefälle entstehen lassen zwischen zentraler Ausgangskultur, wo die Originale produziert werden, und peripherer Zielkultur, wo sie rezipiert und nachgeahmt, in die sie übersetzt werden. Weil aber der gesamte Kontext der Zielkultur gleichsam als Translationsmedium fungiert, werden diese Modelle im Translationsprozess verändert. Übersetzen war seit der Kolonialzeit eine identitätsstiftende Praxis. Es stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage nach den unterschiedlichen Verfahren, mit denen ein peripherer Kulturraum sich Kulturgüter des Zentrums aneignet und sie verändert.

    Ohne diese Art der Kulturübersetzung ist Lateinamerika schlicht nicht vorstellbar. Dabei handelt es sich nicht um einen einseitigen Übertragungsprozess von der zentralen Ausgangskultur hin zur peripheren Zielkultur, sondern um einen Kulturtransfer in beiden Richtungen, für den der kubanische Anthropologe Fernando Ortiz 1940 den Begriff transculturación prägte.

    Das Ver­hältnis von originalem Ausgangstext und über­setztem Zieltext kann durchaus mit dem kolonialen Gefälle von zentraler Ausgangskultur und peripherer Ziel­kultur verglichen werden. Im Fall La­teinamerikas als Übersetzungsraum ist die Asymmetrie und die Un­gleich­heit im Rahmen von Macht­verhältnissen zwischen Kolonialmacht und Kolonien ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Fragen der kulturellen Au­torität der jeweiligen Sprachen, der un­gleichen Chancen im Zugang zum literari­schen Übersetzungsmarkt, zum Status von Überset­zern und Übersetzungen gewinnen an Relevanz, sobald die Über­set­zung in einer ko­lonialen oder postkolonialen Situation stattfindet. Im so verstandenen Übersetzungsprozess entstehen neue kulturelle Paradigmen; der übersetzte Text kann als ein ‚Kontakttext‘ gelesen werden, als Text-Raum einer Ko­präsenz von Sprachen, in dem ein höchster Grad an interner Dia­lo­gi­zi­tät erreicht wird. Die im Rahmen des postcolonial turn erarbeiteten Theoriemodelle von Zwischenräumen oder in-between-spaces, von hybriden Kul­turen, von travelling theories erlauben eine Neubetrachtung von Übersetzungsverhältnissen zwischen Kulturen, die in kolonialen Räumen miteinander in Verbindung standen.

  • Aufdeckung der verschütteten Hispanität (Hispania submersa) aus der Zeit der Entdeckung, Eroberung und Kolonisierung in der frankophonen Karibik

    (Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

    Laufzeit: 1. August 2009 - 31. Dezember 2017
    Mittelgeber: DFG-Einzelförderung / Emmy-Noether-Programm (EIN-ENP)

    Die außerordentliche sprachliche und kulturelle Vielfalt der karibischen Inseln bietet optimale Voraussetzungen, um an ihrem Beispiel exemplarisch Fragen des Sprach- und Kulturkontaktes zu untersuchen. Im Unterschied zum sprachlichen und kulturellen Erbe der indianischen Ureinwohner und der afrikanischen Sklaven, das – trotz zahlreicher ungelöster Fragen – verhältnismäßig intensiv erforscht wurde, ist bisher nur wenig über die frühen europäischen, insbesondere die spanischen Einflüsse bekannt. Angesichts der Pionierrolle Spaniens bei der Entdeckung und Eroberung Amerikas sowie der kontinuierlichen spanischen Präsenz im Antillenraum ist jedoch anzunehmen, dass sich in den Sprachen der heute nicht (mehr) hispanophonen Gebiete der Karibik Spuren der spanischen Eroberung sowie jüngerer Kontaktsituationen erhalten haben, die die ereignisreiche Geschichte der Region widerspiegeln. Ziel des Projektes ist, diese verschüttete, aber keineswegs untergegangene Hispanität in ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen offenzulegen. Dazu sollen die bisher kaum beachteten spanischen Einflüsse im Wortschatz des Antillenfranzösischen und der karibischen Frankokreolsprachen aufgedeckt und ihr Beitrag zur Entstehung dieser Varietäten untersucht werden. Das Projekt orientiert sich dabei an den klassischen Verfahren der Etymologie und Wortgeschichte, deren Methoden jedoch im Hinblick auf die komplexe Sprachkontaktkonstellation in der Karibik sowie die spezielle Situation der Kreolisierung hinterfragt und weiterentwickelt werden müssen.

Bücher

2005

Herausgegebene Bände

2017

2015

2013

2009

Beiträge in Fachzeitschriften

2019

2017

2015

2013

2010

2009

2008

2007

2002

Beiträge in Sammelwerken

2020

2019

2018

2017

2016

2015

2014

2013

2012

2010

2009

2008

2006

2004

Beiträge bei Tagungen

2020

Sonstige

2016

2015

2014

2012

2011

2010

2009

2008

2005

Seit 2016

  • Koordinatorin des Forschungsschwerpunktes Lateinamerika – Diversität und Transformation an der Philosophischen Fakultät und Fachbereich Theologie der FAU

Seit 2015

  • Sprecherin der Sektion Iberoamerika am Zentralinstitut für Regionenforschung der FAU Vorstandsvorsitzende des Zentralinstituts für Regionenforschung
  • Mentorin im ARIADNE-Programm der FAU (Mentoring-Programm für Nachwuchswissenschaftlerinnen)

Seit 2014

  • Mitglied im Vorstand des Instituts für Auslandskunde (IFA, Erlangen)
  • Mitglied im Vorstand der Kommission für Internationalisierung der Fakultät (Ersatzvertreterin)

Seit 2013

  • Mitglied des Interdisziplinären Zentrums für Dialekte und Sprachvariation

2013-2015

  • Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Romanistik